Bei dieser Anlage handelt es sich um einen Garten an einem Bergischen Haus von ca. 1840, der auf das historische Gebäude abgestimmt wurde:

Ein Senkgarten mit Natursteinmauern bildet den gestalterischen Schwerpunkt zu einer Seite. Hochstamm-Magnolien rahmen ihn ein und ein berankter Pergolengang mit graublättrigen Hängebirnen schließt den Raum.

Zur Südseite hin wurde eine zweite Achse aufgebaut, die, beginnend in einem klassischen Gemüse- und Kräutergarten, sich über ein ca. elf  Meter langes Wasserbecken mit Wassertreppe erstreckt und anschließend über einen Rasenweg unter Ranktoren hindurch auf einem kleinen Platz vor Bambus endet. Eine weitere Achse, die hierzu parallel verläuft, führt durch eine Goldregenallee und endet über eine formale Rasenfläche hinweg an einem Wasserbecken.

Artikel aus der Westfälischen Rundschau

Besucher durften auf dem 2000 Quadratmeter großen Anwesen alles erkunden, sei es den Senkgarten, sei es den Kräutergarten und die Goldregenallee. Bestaunt wurden die an der Pergola rankende blau-lila Glycinie, Lavendelteppiche, Rosenkulturen, wobei sich auch "echt" duftende darunter befanden, sowie Wassertreppe, Bruchsteinmauern und Teich mit Seerosen. "Mein Mann und ich möchten den Garten erwandern, ergehen und erfühlen", schaute Dr. Hella Siekermann froh in ihr Stückchen Paradies. Nichts solle "auf einen Blick" erkennbar sein, sagt die FDP-Stadträtin.

Wie verwunschen wirken die einzelnen Garten-Bereiche. Alle Hecken dort sind zwei Meter hoch, und das sei gewollt. So werde der Blick nicht gleich freigegeben. Von Rosenbeeten mit sich breit machendem Wilden Mohn geht es zu den unzähligen blauen Storchschnäbeln und den gut tragenden Johannisbeersträuchern.

Neben Dr. Hella Siekermann, die die Besucher begrüßte und sich für Gespräche Zeit nahm, führte Christoph Imöhl, der den 1. Teil des Gartens vor acht Jahren und im vergangenen Jahr auch den 2. Teil mit einem Felsbrocken von 1,6 Tonnen, der aus einem Steinbruch aus Wetter stammt, gestaltet hatte, die interessierten Garten-Besucher an unendlich vielen Attraktivitäten vorbei. Die ruhige Rasenfälche setzt sich in einem Gang durch ein großes Beet, vorbei an weißen und gelben Schwertlilien, Fingerhut und mehrfarbiger Akelei, fort. Holzbänke und Sitzgruppen laden zum Verweilen ein. Seerosen, Frauenmantel, Vergissmeinnicht, Gräser, Camelien und prächtige Rhododendron machen das Herz weit.

Das Wasser im Ruhe ausstrahlenden Teich sei deshalb so klar, weil man diesem Sauerstoff zuführe, erläuterte Imöhl. Der neu hinzugekommene Kräutergarten mit Schnittlauch, Petersilie und "Maggikraut" ( Liebstöckl) ist streng nach historischem Muster gestaltet, wunderbar harmonierend mit dem herrschaftlichen Gebäude. Skulpturen, die Siekermanns von einer Afrikareise mitgebracht hatten, setzen unvergleichliche Akzente. Die Stockrosen an der Garage erinnern an einen Bauerngarten. Die Kletterhortensie hat die "Fühler" ausgestreckt. Eine staudenreiche Bepflanzung a la Monet tut sich dem Betrachter auf.

Ruheplätze luden zu einer Erfrischung ein. Wer wollte, konnte einen Kostenbeitrag von einem Euro spenden. Der Erlös soll der Ennepetaler Tafel zugute kommen.Einmal wöchentlich "ackert" Dr. Hella Siekermann in ihrem "grünen Traum" und es mache ihr Riesenfreude. Ende August werde der Abhang zur Garage hin leuchtend Rot-Blau blühen, lud Dr. Siekermann die WR schon mal zum Betrachten ein, und sie gestand, selbst nicht genau zu wissen, um welche"Wunderpflanze" es sich dabei handele. Sie freut sich auch, dass der Lavendel in voller Blüte steht, sie schnuppert an einer wohlriechenden gelben Tee-Rose.

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Gartenarchitekt Dipl.-Ing. Christoph Imöhl VfA AKNW